Research Station Station de Recherche Forschungsstation

Petite Camargue Alsacienne

home

Geschichte

MitarbeiterInnen

Forschung

Nachtigall

Publikationen

Lehre

Fotos

Kontakt

Petite
Camargue
Alsacienne

english

français

Die Forschungsstation Petite Camargue Alsacienne bietet prinzipiell Gastrecht für Forschende aus allen wissenschaftlichen Disziplinen. Studien der vergangenen Jahre betrafen zum Beispiel den musikhistorischen Einfluss des Nachtigallengesangs (Haag-Wackernagel 1996), die Betreuung von Schottischen Hochlandrindern aus Tierärztlicher Sicht (Euler 1996), oder die unbelebten Standortfaktoren Relief, Boden und Wasser (Berger 1993). Da die Forschungsstation in einem Naturschutzgebiet liegt, müssen die Tätigkeiten allerdings mit den Zielen des Naturschutzes vereinbar sein. Naturschutzgebiets-Management und die Auswirkungen der Landschaftspflege sind aber selbst auch dankbare Themenbereiche für Feldstudien. Seit jeher werden durch die Forschungsstation Bestandserfassungen von Tieren und Pflanzen in der Petite Camargue Alsacienne durchgeführt. Gegenwärtig wird zum Beispiel der Artenbestand von Flechten, Laufkäfern und Vögeln untersucht.

Langjährig studiert wurde unter anderem die Ökologie von Kreuzkröte (Bufo calamita; Golay 1996) und Gartenschläfer (Eliomys quercinus; Vaterlaus 1998). Die Forschungsstation hat auch die Einführung und Zucht von Tierarten betrieben und wissenschaftlich verfolgt. So wurden 1990 die ersten Schottischen Hochlandrinder als „natürliche Rasenmäher“ auf den Riedwiesen eingesetzt (Walther 1994). In den Aussengehegen der Forschungsstation werden Europäische Sumpfschildkröten (Emys orbicularis) gezüchtet, die für eine Wiederansiedlung im nördlichen Elsass vorgesehen sind. An der örtlichen Beringungsstation Station Ornithologique de l'Au werden im Auftrag der französischen Vogelwarte Centre de Recherches sur la Biologie des Populations d'Oiseaux vor allem im Herbst durchziehende Vögel gefangen und beringt.

Ein weiterer Forschungsschwerpunkt in der Petite Camargue ist die Verhaltensökologie der Singvögel und speziell der Nachtigall (Luscinia megarhynchos). Hier erweist sich die andauernde Zusammenarbeit mit der Universität Bielefeld als sehr fruchtbar. Viele Masterarbeiten, Doktorarbeiten und andere Forschungsprojekte werden in Zusammenarbeit mit weiteren Instituten der Universität Basel durchgeführt, insbesondere mit den Instituten für Evolutionsbiologie, für Natur-, Landschafts- und Umweltschutz, und für Physiogeographie und Landschaftsökologie. Die Forschungsstation steht aber auch Forschenden aus anderen Instituten Europas und der Welt zur Verfügung.

Nachtigall